Koordination: GI Sao Paulo, Bildungskooperation Deutsch, Carl-Jochen Dill dill@saopaulo.goethe.org | Tel. +55 (11) 3088 4288

Das DaF-Netzwerk ist eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen, in denen man sich mit verschiedenen Themen beschäftigt, die für die Unterrichtspraxis im weitesten Sinne relevant sind. Die Referenten sind erfahrene Kollegen, die am Goethe Institut, an Universitäten und an Sprachinstituten tätig sind. 
Sollten Sie sich für ein Seminar interessieren, können Sie direkten Kontakt aufnehmen und  alles mit dem Referenten vereinbaren.



1

Mit Lernstationen durch Göttingen
:
Methodik und Landeskunde


Henrique Oliveira - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, Referendariat, DLA-Dozent
oliveira@saopaulo.goethe.org

Gorete Afonso - Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, Referendariat
afonso@saopaulo.goethe.org


An mehreren Tischen mit aufgebauten Lernstationen können sich Lerner zur gleichen Zeit und in ihrem eigenen Arbeitsrhythmus mit unterschiedlichen Aufgaben beschäftigen. Dabei helfen und korrigieren sie sich gegenseitig, so dass Stationenarbeit keine reine Still- und Einzelarbeit ist, sondern Arbeit im Team." (Angelika Lundquist-Mog, Göttingen, Januar 2003) Wir sind bereit, uns gemeinsam mit ihnen zuerst pragmatisch mit dieser Lehr-/Lerntechnik auseinander zu setzen und ihnen gleichzeitig Zugang zu Landeskundekenntnissen über Göttingen zu ermöglichen. Anschließend wollen wir versuchen, auf Grund der im Seminar gewonnenen Beobachtungen theoretische Überlegungen zu Vor- und Nachteilen von Stationenlernen anzustellen und gemeinsam mit Ihnen eigene Unterrichtsmaterialien zum  Landeskundeunterricht entwerfen. 
 
2 Mit Lernstationen durch Göttingen:
Methodik und Landeskunde


Henrique Oliveira - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, Referendariat, DLA-Dozent
oliveira@saopaulo.goethe.org

Gorete Afonso - Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, Referendariat
afonso@saopaulo.goethe.org

An mehreren Tischen mit aufgebauten Lernstationen können sich Lerner zur gleichen Zeit und in ihrem eigenen Arbeitsrhythmus mit unterschiedlichen Aufgaben beschäftigen. Dabei helfen und korrigieren sie sich gegenseitig, so dass Stationenarbeit keine reine Still- und Einzelarbeit ist, sondern Arbeit im Team." (Angelika Lundquist-Mog, Göttingen, Januar 2003) Wir werden mit Ihnen zuerst pragmatisch mit dieser Lehr-/Lerntechnik auseinander zu setzen und Ihnen gleichzeitig Zugang zu Landeskundekenntnissen über Göttingen zu ermöglichen. Anschließend wollen wir versuchen, auf Grund der im Seminar gewonnenen Beobachtungen theoretische Überlegungen zu Vor- und Nachteilen von Stationenlernen anzustellen und gemeinsam mit Ihnen eigene Unterrichtsmaterialien zum  Landeskundeunterricht entwerfen.

3 Der Fehler als Lernchance:

Cristina Shibuya - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, Sprachkurs-koordinatorin am GI SP, DLA-Dozentin
shibuya@saopaulo.goethe.org

Warum machen Lerner Fehler? Welche sind die Ursachen für Fehler? Wie können Fehler zum Weiterlernen genutzt werden? Was, wie, wann, wie oft, von wem soll korrigiert werden?

In diesem Seminar soll die positive Seite von Fehlern gezeigt werden und anhand von Tipps, wie Fehler positiv auf den Lernprozess wirken.

4 Spielfilme im Unterricht

Ana Leticia Ayroza - Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, GI-SP
M.A. DaF (LMU-München)

ayroza@saopaulo.goethe.org

 

In diesem Workshop wollen wir uns folgenden Fragen bzw. Themen widmen:
  1. Der Einsatz von Spielfilmen im Unterricht DaF an Erwachsene (Schwerpunkt: Mittel- und Oberstufen). Was, wie, wann, wie lange?
  2. Der Film als motivierender Sprechanlass
  3. Filmsprache und Sprachproduktion
  4. Der Film als ein Stück erlebter Landeskunde
  5. Interessante neuere Filmproduktionen
  6. Eigene Vorerfahrungen und Didaktisierungsvorschläge
Neuere Publikationen mit Didaktisierungsvorschlägen

5 Unterrichtsplanung

Marina Gagliardi - GZ/Brasília
GI-DL-Diplom
marina_gagliardi@hotmail.com

 

Aus praktischen Beispielen u.a. mit dem Lehrwerk STUFEN INTERNATIONAL werden wichtige Prinzipien, Schritte und Phasen der Unterrichtsplanung vorgestellt und gemeinsam besprochen. Den TeilnehmerInnen werden zahlreiche Tipps und Handwerkszeuge vermittelt, damit sie im Alltag so zeitsparend wie möglich erfolgreich unterrichten können. Dieses Seminar richtet sich in erster Linie an LehrerInnen mit wenig Unterrichtserfahrung und geringen methodisch-didaktischen Kenntnissen im Bereich Deutsch als Fremdsprache.

6 Modalpartikel
Wozu denn eigentlich?


Renato Silva - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozent
silva@saopaulo.goethe.org

Susanne Gattaz - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozentin
gattaz@saopaulo.goethe.org

 

Aus praktischen Beispielen u.a. mit dem Lehrwerk STUFEN INTERNATIONAL werden wichtige Prinzipien, Schritte und Phasen der Unterrichtsplanung vorgestellt und gemeinsam besprochen. Den TeilnehmerInnen werden zahlreiche Tipps und Handwerkszeuge vermittelt, damit sie im Alltag so zeitsparend wie möglich erfolgreich unterrichten können. Dieses Seminar richtet sich in erster Linie an LehrerInnen mit wenig Unterrichtserfahrung und geringen methodisch-didaktischen Kenntnissen im Bereich Deutsch als Fremdsprache.

7 Lerntechniken

Lilian Berloffa - CELEP/São Bernardo
Koordinatorin des CELEP S. Bernardo ABRAPA-Vorsitzende
lberloffa@uol.com.br

"Wie lernt man überhaupt lernen ? Ist das möglich ? Kann man Lernstrategien bzw. Lerntechniken beibringen ? Was sind Lernertypen ? Wissen Sie was direkte und indirekte Strategien sind ? Warum sollten Sie das auch wissen ? Das alles und ein bisschen mehr erfahren Sie in diesem Seminar."


8 Unterrichtsprojekte
– Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Susanne Gattaz - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozentin
gattaz@saopaulo.goethe.org

Davi Rodriguez - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozent
davi@saopaulo.goethe.org

Projekte sind die Form praktischen Lernens, denn sie können am besten Lernen und Leben miteinander verbinden. Hier haben die LernerInnen Gelegenheit ihr Wissen ganzheitlich anzuwenden und ihre soziale Kompetenz auszubauen, indem sie in eigenverantwortlicher Recherche Informationen einholen und daraus ein attraktives Produkt gestalten. Ziel dieses Seminars ist den TeilnehmerInnen einen Einblick in die Planung und Durchführung von Projekten zu geben, so dass sie die erworbenen Kenntnisse in ihre Unterrichtsgestaltung integrieren können. Wie auch beim Projektunterricht steht „Learning by doing“ im Mittelpunkt dieses Seminars.

9 Unterrichtsprojekte
Seminarmethodik

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Wie plane ich ein Seminar, in dem ich nicht predige, sondern vormache? Welche Phasen gibt es und welche handlungsorientierte Arbeitsformen? Wie bringe ich Abwechslung in das Seminar hinein? Was gibt es zu bedenken in Bezug auf Rolle und Aufgaben des Seminarleiters, der Seminarteilnehmer und der Gruppe? Was sollte ich berücksichtigen bei der Präsentation von Materialien und Arbeitsergebnissen? Die Antworten auf diese Fragen sollen im Seminar exemplarisch erarbeitet werden.

10 Spielen im DaF-Unterricht

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Man behauptet, eine Fremdsprache zu lernen, sei sicher ein schwieriges Unterfangen. Vor allem das Deutsch lernen sei etwas, was man mit Ernst zu betreiben habe, und bei dem man sich nicht leisten könne, Zeit zu vertreiben“. Diejenigen, seien sie Lehrende oder Lernende, die heute immer noch Spiele im Unterricht für reinen Zeitvertreib halten, räumen dem Spiel nur eine unterhaltende Funktion ein. Das liegt einerseits an der Unschärfe des Begriffs „Spiel“ selbst und seiner nicht immer erkannten Leistung für das Fremdsprachenlernen, andererseits an den eigenen Lerngewohnheiten sowohl des Lehrenden als auch des Lernenden.
Mit diesem Seminar bezwecken wir:
- den Stellenwert von Spielen im Unterricht ernst zu nehmen und zu bewerten.
- anhand einiger Spiele uns zu überlegen, wie Spiele im Unterricht für Erwachsene maßvoll, geplant und zielgerichtet eingesetzt bzw. durchgeführt werden können, damit wir Lehrenden auch bei unseren Schülern „gewonnenes Spiel haben“.

einen Überblick über vorhandene Spiele für den DaF-Unterricht zu geben

11 Popmusik im DaF-Unterricht
Kein Bonbon, sondern Hauptgericht!

Davi Rodriguez - Goethe Institut/SP
DLA-TN, DLA-Dozent
davi@saopaulo.goethe.org

Spaß muss sein, Spracharbeit kommt auch rein. Aber Musik als reines Vehikel der Grammatik? Bitte nein! Musik, Popmusik und Schlager werden im Seminar als zentraler Bestandteil und Ausgangspunkt des Unterrichtsgeschehens betrachtet. Musik und Rhythmus motivieren zum Sprechen, zum Schreiben und zum Mehrmals-Hören, weil sie Gefühle ansprechen, was sonst eher selten im Klassenraum passiert. Musik regt auch an zum Recherchieren über den Sänger oder über die Gruppe, also zum Lesen und zur Landeskundenarbeit. Im Seminar wird praktisch und exemplarisch an Didaktisierungen von Liedern gearbeitet, Erfahrungen werden ausgetauscht, wertvolle Tipps gegeben und dabei soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

12 Lehrwerkanalyse

Cristina Shibuya - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, Sprachkurs-koordinatorin am GI SP; DLA-Dozentin
shibuya@saopaulo.goethe.org

Ein Lehrwerk bestimmt einen großen Teil des Fremdsprachenunterrichts. Die Auswahl eines Lehrwerks soll bestimmte Aspekte berücksichtigen, die nach dem Zielpublikum, nach der Institution unterschiedlich sein können. Es geht im Seminar um eine ausführliche Analyse von verschiedenen Lehrwerken für deren Einsatz im Unterricht oder als Zusatzmaterialien.

13 Sozialformen für Anfänger

Marcos Ueda - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, Fortbildner für CELEP, DLA-Dozent ueda@saopaulo.goethe.org

Der Lehrer sitzt gemütlich vor der Klasse und liest interessiert die heutige Zeitung. Die Schüler sitzen auf dem Boden in verschiedenen Kreisen, sprechen laut, einige zeichnen, anderen stehen sogar auf und holen bei anderen Bücher, es wird gebastelt und argumentiert. Wie nennt man die Situation? Chaos, wäre das eine Sozialform... ?“ Im Seminar wird man das Thema Sozialform MITerLEBEN und zur theoretischen Reflexion eingeladen. Die Komplexität des Lebens kommt endlich ins Klassenzimmer. (Das Seminar ist ein Extrakt des Baussteines Sozialform der Deutschlehrerausbildung (DLA) am GI Sao Paulo und deswegen nur für Lehrer mit wenig Vorerfahrung konzipiert)

14 Bewegung im Unterricht?
Leicht und locker ...

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Der Lehrer sitzt gemütlich vor der Klasse und liest interessiert die heutige Zeitung. Die Schüler sitzen auf dem Boden in verschiedenen Kreisen, sprechen laut, einige zeichnen, anderen stehen sogar auf und holen bei anderen Bücher, es wird gebastelt und argumentiert. Wie nennt man die Situation? Chaos, wäre das eine Sozialform... ?“ Im Seminar wird man das Thema Sozialform MITerLEBEN und zur theoretischen Reflexion eingeladen. Die Komplexität des Lebens kommt endlich ins Klassenzimmer. (Das Seminar ist ein Extrakt des Baussteines Sozialform der Deutschlehrerausbildung (DLA) am GI Sao Paulo und deswegen nur für Lehrer mit wenig Vorerfahrung konzipiert)

15 Valenzgrammatik im DaF-Unterricht

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Was ist der Unterschied zwischen obligatorischen und fakultativen Ergänzungen? Welche und wie viele gibt es? Was sind Angaben? Was ist die Leistung der Valenzgrammatik für die Klärung von Stellungsfragen im Mittelfeld? Wie kann ich das für meinen Unterricht nutzen? Wie kann ich schwierigere Phänomene induktiv und "leicht" einführen und einüben? Antworten auf diese Fragen, Beispiele und Anleitungen sind Ziel dieser Veranstaltung.

16 Grammatik in Lehrwerken

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Bei diesem Workshop (12 – 14 UE) soll das Grammatikmodell, das dem eingesetzten Lehrbuch zugrunde liegt, analysiert werden im Hinblick auf Stärken und Schwächen

• der Aufteilung und Progression der Grammatik,
• der Visualisierung der Phänomene,
• der Vorgehensweise: deduktiv oder induktiv,
• der Unterscheidung zwischen rezeptiver und produktiver Grammatik,
• der nicht berücksichtigten Schwierigkeiten, die sich aus dem Vergleich mit dem Portugiesischen ergeben,
• der Übungsangebote.

Die Analyse ermöglicht dann einheitliche Vorgehensweisen, die die Stärken nutzen und Schwächen wettmachen. Beispiele und Anleitungen können gemeinsam erarbeitet werden.
17 Mehr sprechen auf Deutsch im Unterricht!

Helga Araujo - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
araujo@saopaulo.goethe.org

Ein Lernender kann erst dann in der Fremdsprache frei sprechen, wenn er es vorher in einer bestimmten Sequenz geübt hat. Zuerst die Übungen, die das Sprechen vorbereiten, dann aufbauen und festigen. In diesem Workshop werden verschiedene Übungsformen für die verschiedenen Phasen des Einübens von Sprechen vorgestellt und durchgespielt.

18 Textarbeit in der Mittel- und Oberstufe

Helga Araujo - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
araujo@saopaulo.goethe.org

In diesem Workshop geht es um Strategien zur Erschließung von anspruchsvolleren Texten und die Festigung von Wortschatz und Strukturen.

19 Phonetik

Renato da Silva - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozent
silva@saopaulo.goethe.org

Jeder Fremdsprachenlehrende ist im Unterricht zugleich Phonetiklehrender und sollte daher mit den phonetischen und phonologischen Grundlagen des Deutschen vertraut sein. Die Bedeutung der Phonetik für das Fremdsprachenlernen wird schon in den Lehrwerken klar: kein modernes Lehrwerk verzichtet auf phonetische Übungen. Von Lehrenden wird erwartet, dass sie Übungen zur Aussprache gezielt einsetzen und sie nach den Bedürfnissen der Lernenden variieren können; außerdem sollten sie in der Lage sein, Abweichungen in der Aussprache und Prosodie zu erkennen und zu korrigieren. In diesem Seminar haben Deutschlehrenden die Gelegenheit, sich wichtige Grundkenntnisse in diesem Bereich anzueignen und zu erweitern.

20 Phonetik

Renato da Silva - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozent
silva@saopaulo.goethe.org

Die prosodischen Eigenschaften einer Sprache umfassen die Bereiche Betonung, Rhythmus und Intonation und spielen eine wesentliche Rolle für die Verständlichkeit in der Kommunikation. Die Prosodie ist ein zentrales Mittel, um Kommunikation zu strukturieren, Intentionen auszudrücken und bestimmte Informationen hervorzuheben. Aus diesem Grund müssen Lernende einer Fremdsprache die prosodischen Regeln dieser Sprache erwerben. Dieses Seminar richtet sich an Deutschlehrende, die einen Überblick über die Prosodie des Deutschen bekommen und Übungen zu diesem Bereich in ihren Unterricht integrieren wollen.

21 “Fertigkeit: Surfen“ – Mit dem Internet lernen und lehren

Ana Letícia Ayroza - Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, GI-SP M.A. DaF (LMU-München)
ayroza@saopaulo.goethe.org

Was kann man alles mit dem Internet vor dem Unterricht, im Unterricht und danach anfangen? Welche Kompetenzen und Fertigkeiten werden vom Medium gefordert und gefördert? In diesem Seminar werden Sie nützliche Sites für den DaF-Bereich sowie interessante und motivierende Einsatzmöglichkeiten des Mediums für die Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsgestaltung kennen lernen. Wir erwarten einen regen Informationsaustausch, indem Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Internet einbringen.

22 Lust am Lesen - von Anfang an!

Ana Letícia Ayroza - Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, GI-SP M.A. DaF (LMU-München)
ayroza@saopaulo.goethe.org

Was kann man alles mit dem Internet vor dem Unterricht, im Unterricht und danach anfangen? Welche Kompetenzen und Fertigkeiten werden vom Medium gefordert und gefördert? In diesem Seminar werden Sie nützliche Sites für den DaF-Bereich sowie interessante und motivierende Einsatzmöglichkeiten des Mediums für die Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsgestaltung kennen lernen. Wir erwarten einen regen Informationsaustausch, indem Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Internet einbringen.

23 Grammatik in Grundstufen-lehrwerken
Die Lust am Leiden an der Grammatik oder wie Grammatik, nett verpackt und gut präsentiert, weniger weh tut

Lucia Alt - Goethe Institut/SP
Referendariat, PV-Koordinatorin, DLA-Dozentin
alt@saopaulo.goethe.org

Grammatikarbeit ist (immer noch) fester und mitunter kein unproblematischer Bestandteil unseres DaF-Unterrichts. Und gehört auch nach Meinung vieler Deutschlernenden zu einem „guten“ Deutschunterricht. Wir wissen aber auch, dass es das für alle Lernenden und in jeder Hinsicht perfekte Lehrwerk nicht gibt und nie geben kann. Sie werden in diesem Seminar nach einer kurzen theoretischen Einführung in das den meisten Lehrwerken zu Grunde liegende Grammatikmodell einzelne Grammatikdarstellungen kritisch analysieren und zwar so wie sie in einigen modernen und „klassischen“ Lehrwerken (Berliner Platz, Stufen, Tangram, Eurolingua, Sprachkurs Deutsch) und in der Grundgrammatik Deutsch vorkommen. Dabei werden auch Aspekte der Terminologie, der Kontrastivität, der Lerntraditionen, der verschiedenen Zielgruppen und Rahmenbedingungen eine Rolle spielen müssen.

24 Österreich
Klein, aber oho!

Julia Repa - Goiânia/CLV
GI-DL-Diplom, Österreicherin
julia.repa@terra.com.br

Landeskundliche Einblicke (und gelegentliche Blicke hinter die Kulissen) in das viel gerühmte "Land der Berge, Land am Strome ...". Spiel mit den Fakten und nähere Betrachtung von Klischees. Keine Gebrauchsanweisung, aber doch ein Angebot, Herrn und Frau Österreicher in ihrer kleinen, gemütlichen Welt zu verstehen, denn hier spricht man auch Deutsch - halt a bisserl anders ...

25 Typisch Deutsch

Katharina Kriftewirth - Goiânia/CLV
GI Curitiba Schweizer Schule
katharina@chpr.com.br

Mit Lernstationen das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten behandeln Lernstationen:1. Sprache: Dialekte-Jugendsprache-Anglizismen 2. Klischees- Was ist deutsch? 3.Unbekanntes Deutschland- Entdeckungsreise durch Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft 4.Erlebnisland Deutschland- Neue Trends für das Reiseland Deutschland. 5. Deutschland ist...... Kurioses und Interessantes aus Sport, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Geschichte ...... 6. Kulinarisches aus Deutschland und Österreich

26 Die 5 Minuten –Aktivitäten: in der Kürze liegt die Würze!

Luis Bollmann - Goethe Institut/SP
Referendariat
bollmann@saopaulo.goethe.org

Renato da Silva - Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozent
silva@saopaulo.goethe.org

Was macht man, wenn die Lernenden nach einer intensiven Arbeitsphase ziemlich müde sind? Oder wenn man sie zu einem bestimmten Thema motivieren will, ohne Zeitverschwendung? Und wenn man noch einige Minuten vor Ende der Stunde übrig hat? Öfter braucht man auch eine Warming-up-Aktivität, die die Lernenden auf spielerische Weise integriert und auf den Unterricht vorbereitet. Für alle genannten Situationen müsste man Aktivitäten parat haben, die man je nach Zeitpunkt und Inhalt des Unterrichts leicht einsetzen kann, ohne die gesamte Planung umstellen zu müssen. Das Ziel dieses Seminars besteht darin, den Teilnehmern verschiedene Anregungen zu solchen Aktivitäten zu vermitteln, und die praktische Anwendung dieser Ideen im Rahmen des Seminars zu erproben.

27 Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen in der Praxis - Die Arbeit mit "Profile Deutsch"

Brigitte Mund - Goethe Institut/Porto Alegre
brigitte@unisinos.br

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen steht für Mehrsprachigkeit und kulturelle Kompetenz. Das ist eine Voraussetzung für das Verständnis der Kulturen untereinander durch die Entwicklung einer einheitlichen Beschreibung der mündlichen und schriftlichen Kompetenz der Fremdsprachenlerner. Der GER enthält ein differenziertes System von sechsstufigen Skalen zur Beschreibung von kommunikativen Aktivitäten und Sprachniveaus. Das heißt, das Wissen und die Fertigkeiten der Lerner im öffentlichen und privaten Bereich sprachlich und handlungsfähig zu entwickeln. Der GER besteht aus Prinzipien oder Richtlinien (globale und detaillierte Kann-Beschreibungen) unterteilt in Kategorien ( Interaktion mündlich/ schriftlich; Rezeption mündlich/schriftlich; Produktion mündlich/schriftlich;...) , die die Kompetenzen im kommunikativen Bereich eines Lerners beschreiben: in einer spezifischen Sprache, in einem spezifischen Niveau und in einem der vier Fertigkeiten – Hörverstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben. Der GER ermöglicht den Lernern zu verstehen, was jedem Sprachniveau entspricht und was er in jeder Fertigkeit können muss. Aus diesem Prinzip ergeben sich einige Fragen: Wie bestimmt man, was der Lerner kann oder können muss? Wie erreichen die Lerner die sprachlichen Ziele? Wie unterrichtet man jetzt? Was muss ein Lerner können? Was muss ein Lehrer einem Lerner ermöglichen, um die bestimmten Ziele zu erreichen? In den bisherigen Unterrichtsformen war das Lehrwerk ein entscheidender Punkt. Nach Lektionen und Unterrichtseinheiten hat man den Unterricht gestaltet und ist denjenigen Lektionen oft blind gefolgt. Aber entsprechen diese Lektionen den GER-Kann-Beschreibungen? Wie kann man mit einem Lehrwerk vorgehen und es dem GER anpassen? Weg mit den Lektionen, das heißt, kein stures Unterrichten mit dem Lehrwerk mehr! Man kann Ziele erreichen, ohne dass man an Lektionen oder Lehrwerken gebunden ist. Das bedeutet mehr Freiheit für den Lehrer und mehr Variation und Abwechslungsmöglichkeiten im Unterricht für den Lerner!

28 Freiarbeit –
ein Weg zum autonomen Lernen im DaF-Unterricht

Cristiane Klas - Goethe Institut/Porto Alegre
crisklas@onda.com.br

Sind Sie für Experimente offen? Mit diesem Seminar möchte ich einen Einblick in die Freiarbeit im Schulalltag geben. Folgende Punkte werden behandelt:

• Freiarbeit: was, wie, wann und warum.
• Die Rolle des Lehrers
• Die Vorbereitung der Freiarbeit.
• Die Begrenzungen der Freiarbeit
• Konkrete und praktische Beispiele, die auf den in den Schulen eingesetzten Lehrwerken basieren

29 Es gibt Nachrichten für dich!
E-Mail-Projekte und E-Mail-Journale im DaF-Unterricht für Jugendliche

Cristiane Klas - Goethe Institut/Porto Alegre
crisklas@onda.com.br

In Südbrasilien stellen deutschstämmige Lernende einen bedeutenden Teil des Publikums für den Deutschunterricht dar. Viele von ihnen verfügen bereits über Kenntnisse der deutschen Sprache in Form einer Dialektvarietät. Jedoch werden in den traditionellen Kursen weder diese Kenntnisse noch ihre spezifischen Schwierigkeiten berücksichtigt. Dadurch entsteht bei diesen Lernenden oft ein „was-mache-ich-denn-hier“-Gefühl.

Die zentralen Fragen dieses Seminars sind:

- Welche Vor- und Nachteile haben spezielle Kurse für Dialektsprecher?
- Welche Stärken und welche Schwächen haben dialektsprechende Deutschlernende?
- Wie kann man die Vorkenntnisse der Lernenden in der Praxis nutzen und sie weiterentwickeln? (Es soll hier eine UE für diese Zielgruppe entwickelt werden)

30 Vom Daitsch zum Hochdeutsch

Luciana Waquil - Goethe Institut/Porto Alegre
GI-DL-Diplom
crisklas@onda.com.br

In Südbrasilien stellen deutschstämmige Lernende einen bedeutenden Teil des Publikums für den Deutschunterricht dar. Viele von ihnen verfügen bereits über Kenntnisse der deutschen Sprache in Form einer Dialektvarietät. Jedoch werden in den traditionellen Kursen weder diese Kenntnisse noch ihre spezifischen Schwierigkeiten berücksichtigt. Dadurch entsteht bei diesen Lernenden oft ein „was-mache-ich-denn-hier“-Gefühl. Die zentralen Fragen dieses Seminars sind: - Welche Vor- und Nachteile haben spezielle Kurse für Dialektsprecher? - Welche Stärken und welche Schwächen haben dialektsprechende Deutschlernende? - Wie kann man die Vorkenntnisse der Lernenden in der Praxis nutzen und sie weiterentwickeln? (Es soll hier eine UE für diese Zielgruppe entwickelt werden)

31 Reden ist Gold – Ideen zum Konversations-kurs

Luciana Waquil - Goethe Institut/Porto Alegre
GI-DL-Diplom
crisklas@onda.com.br

Einen Konversationskurs geben zu müssen ist ein Alptraum für viele Deutschlehrer. Das ist nicht ganz unverständlich, denn sie haben meistens kein Lehrwerk zur Unterstützung, ihre Schüler stellen hohe Ansprüche an den Unterhaltungswert der Stunden und gleichzeitig fehlen diesen Schülern oft die wichtigsten Wörter/Redemittel für ihre kommunikative Zwecke.

Zentrale Fragen, die in diesem Seminar erarbeitet und diskutiert werden, sind:

- Was gehört zu einer gelungenen Konversationsstunde?
- Woran kann eine Konversationsstunde scheitern?
- Wann und was soll in einer Konversationsstunde korrigiert werden?
- Wodurch werden die Schüler zum Sprechen motiviert?
- Wie erreicht der Leiter eines Konversationskurses die Weiterentwicklung der Sprechfähigkeit seiner Schüler?

32 Lehrplan – Zwangsjack oder Leitfaden zum didaktischen Erfolg?

Jose Simoes - SP, Col. Humboldt, SP, FFLCH-USP
Referendariat, Aufbaustudium DaF Uni Bonn, Magister in Germanistik (USP), Promotion in Philologie des brasilianischen Portugiesischen (USP), Dozent (USP) und DaF-Lehrer am Colégio Humboldt SP
jssimoes@ig.com.br

Lehrplangestaltung, kreative und doch sinnvolle Abweichungen vom Lehrplan, didaktische Analyse und Reduktion von Lerninhalten. Wie kann eine selbstbearbeitete Jahresübersicht den täglichen Unterricht erleichtern? Mit diesen Themen wollen wir im Seminar „Lehrplan – Zwangsjacke oder Leitfaden zum didaktischen Erfolg?“ arbeiten. Für eine sinnvolle Gruppenarbeit empfehle ich, dass die Seminarteilnehmer dem Seminarleiter einleitende Informationen über ihre Unterrichtsrealität vorher erteilen, damit ein praxisnahes Ergebnis aus dem Seminar erfolgen kann. Adressaten: DaF-Lehrer an Schulen und Sprachinstituten (Kinder und Jugendliche)

33 Lernpsychologie

Kurt Grossmann, Goethe Institut/SP
DLA-Dozent
grossmann@saopaulo.goethe.org

Lehrer stellen bei der Planung ihres Unterrichts Überlegungen zu Didaktik und Methodik an und vertrauen darauf, dass das, was sie dazu bei ihrer Ausbildung erfahren habe, selbstverständlich lernergerecht sei, d.h. von den Lernern so auch gelernt werden könne. Leider ist das aber nicht immer der Fall - und auch auf die Lehrwerke ist diesbezüglich gar kein Verlass, d.h. der darin vorhandene Stoff, die Übungen sind keineswegs so aufgearbeitet, dass sie vom Lerner gut aufgenommen und verarbeitet werden können. Es ist deshalb gut, wenn Lehrer auch einiges Grundsätzliches darüber wissen, wie das Lernvermögen ihrer Schüler strukturiert ist, was man diesen in der Folge zumuten darf und was eher nicht, welche didaktischen und methodischen Maßnahmen Erfolg versprechen und welche lernbehindernd sind. Der Lerner als lernendes Subjekt und nicht Objekt, nicht nur ein Gehirn mit einem Gedächtnis, sondern ein ganzer Mensch, das ist der Inhalt dieses Seminars !

34 Der gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) und Profile Deutsch, Lehrpläne

Kurt Grossmann, Goethe Institut/SP
DLA-Dozent
grossmann@saopaulo.goethe.org

GER und " Profile ", seine Umsetzung für Deutsch als Fremdsprache, enthalten die schon berühmt - berüchtigten Kann-Beschreibungen in globaler und detaillierter Form. Für die praktische Unterrichtsgestaltung und - planung sind nur die detaillierten von Bedeutung. Aber was bedeuten sie denn eigentlich? Was muss denn da wirklich unterrichtet werden? Die detaillierten Kann-Beschreibungen sind immer noch allgemeine Lehrziele, die weiterer Aufteilung bedürfen ( sprachliche Formen für Sprachhandlungen, dazu benötigte Grammatikkenntnisse, Wortschatz usw. ) und die auch in Schritte zu ihrer Erreichung gegliedert werden müssen. Das GI São Paulo erarbeitet einen Lehrplan, in dem diese Dinge aufgeführt werden. Er soll die Grundlage für das Seminar bilden. Ein zweites Problem, das GER uns stellt, ist ein methodisches : Die Kann-Beschreibungen definieren alte Fertigkeiten, die im Fremdsprachen-unterricht auszubilden sind, neu und schafft auch neue : Interaktion und Sprachmittlung. Das führt nicht nur zu einer neuen Gewichtung von Lerrnzielen, sondern auch zu einer beträchtlichen methodischen Umorientierung. Deren Prinzipien sollen den zweiten Teil des Seminarinhalts bilden.

35 GER

Dr. Werner Heidermann, Uni Florianopolis
Uni-Dozent, Autor von DaF-Lehrmaterialien
werner@cce.ufsc.br
Curriculum suchen unter Werner Heidermann in http://genos.cnpq.br:12010/
dwlattes/owa/
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Vortrag im Rahmen eines Fremdsprachenkolloquiums der Uni Campinas

36 Impulse und Provokationen

Dr. Werner Heidermann, Uni Florianopolis
Uni-Dozent, Autor von DaF-Lehrmaterialien
werner@cce.ufsc.br
Curriculum suchen unter Werner Heidermann in http://genos.cnpq.br:12010/
dwlattes/owa/
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“Impulse und Provokationen” versammelt eine große Anzahl von Materialien, die prinzipiell für alle Lernniveaus geeignet sind und dafür sorgen sollen, dass unsere Lerner tatsächlich zu Wort kommen. Das Seminar bietet amüsante Rätsel, erstaunliche Bilder, literarische Texte, anspruchsvolle Reflexionen, u. a. zum Thema “Wahrnehmung” (auf der Basis der Erkenntnis Wilhelm von Humboldts: “Jedes Verstehen ist Nicht-Verstehen.”). Die Veranstaltung hat außerdem das Ziel, zur Arbeit mit eigenen Materialien zu ermutigen.

37 Übungstypologie

Elke Kurmeier, Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozentin
kurmeier@saopaulo.goethe.org

Fremdsprachenlernen heißt üben, üben, üben ! Das sollte man aber möglichst effizient und zielgerichtet tun. Um bestimmte Lernziele zu erreichen, sind entsprechende Übungssequenzen erforderlich, für deren Aufbau der Lehrer einige Kenntnisse der Regeln der Übungstypologie beherrschen sollte. Solche Übungssequenzen bilden denn einen Teil des Inhalts dieses Seminars. In Lehrwerken gibt es viele Übungen zum Training aller möglichen Fertigkeiten und Kenntnisse. Um im Unterricht daraus sinnvolle Übungssequenzen zusammenstellen zu können, sollte man Kriterien besitzen, um den Typ einer Übung zu erfassen oder allenfalls durch Änderung der Aufgabenstellung den Übungstyp zu bekommen, den man gerade braucht. Solche Kriterien kommen im anderen Teil dieses Seminars zur Sprache

38 Interkulturalität und Empathie im Fremdsprachen-unterricht

Dr. Klaus Michael Barth, DAAD Lektor Recife
mishabarth@hotmail.com

Kulturschock – das ist, wenn einem als Nord- oder Mitteleuropäer mal wieder der Kragen platzt, weil man beim Rechtsabbiegen auf die Bremse treten muss, weil sich einige Autofahrer aus der Gruppe „der Anderen“ nie „richtig“ einordnen können, „wie es sich gehört“. Ziel des Seminars ist es, für mögliche Missverständnisse oder Fehlinterpretationen in interkulturellen Begegnungen zu sensibilisieren und Strategien zu erarbeiten, wie sie zu verstehen oder gar zu überwinden sind. Deutsche sind pünktlich, Lateinamerikaner weniger. So weit die Klischees. Sie sind falsch, aber bisweilen dann doch wieder auch nicht ... Und: wie gehen wir im Unterricht damit um?. Wie wird das Thema in den Lehrwerken behandelt? „Ein Flirt beginnt bei allen Menschen nach ähnlichem Muster“, behauptet jedenfalls z.B. das Mittelstufenlehrwerk „em neu“ (S. 69). Klingt ermutigend. Dann dürften die weiteren Schritte im Kontakt zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen ja auch nicht weiter schwierig sein.

39 Übungen zum Wortschatz

Dr. Klaus Michael Barth, DAAD Lektor Recife
mishabarth@hotmail.com

Wie viele Schüler „büffeln“ heute noch ernsthaft Vokabeln und ist das überhaupt sinnvoll? Welche Alternativen gibt es, die Spaß am Lernen erwecken? Erwachsen aus der Lehrerfortbildung mit außereuropäischen Sprachen, bietet das Seminar nicht nur Anregungen zur Wortschatzarbeit im Deutschen.

40 Interkulturelle Übungstypologie

Dr. Klaus Michael Barth, DAAD Lektor Recife
mishabarth@hotmail.com

Eine Durchsicht der Lehrwerke früherer und neuerer Generationen, dem darin gepflegten Deutschlandbild und der Auseinandersetzung mit dem Anderen als Ausgangspunkt des Seminars vermittelt spezifische Übungsformen zur Auseinandersetzung mit der fremden und der eigenen Kultur.

41 „Berliner Platz“ - Teil einer „neuen Lehrwerkgeneration“?

Adrian Kissmann, Goethe Institut/Porto Alegre
adrian@kissmann.com.br

Langenscheidts aktuelle Deutsch-Lehrwerke haben die konkrete Umsetzung des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ zum Ziel. In diesem Zusammenhang wird Berliner Platz als „Teil einer neuen Lehrwerkgeneration“ bezeichnet. Bei der Einschätzung von „Berliner Platz“ müssen also insbesondere die Konsequenzen, die aus dem „Referenzrahmen“ für die Lehrwerksproduktion erwachsen, als Kriterien dienen. Zugleich ist zu fragen, inwieweit die Bezeichnung „neue Lehrwerkgeneration“ für „Berliner Platz“ zutreffend ist. Ziel des Seminars ist eine gemeinsame Arbeit zur Entdeckung verschiedener Aspekte von Berliner Platz: Zielgruppe, Aufbau der Lektionen, Lehrwerkkomponenten, Schwäche und Stärke des Buches, Vor- und Nachteile, usw. Das Seminar ist sehr praxisorientiert und die Erfahrungen aus Porto Alegre, Atlanta und Brasilia werden einbezogen.

42 55 Jahre Moden & Methoden des Fremdsprachenunterrichts

Dr. Markus Weininger, UFSC Florianopolis
mjweininger@yahoo.de

Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Fremdsprachendidaktik Grammatik-Übersetzungsmethode, Audiovisuelle Methode, Kommunikativer FSU, Rekognitivierung, Sozio-Konstruktivistische Ansätze, E-Learning) mit vielen praktischen Beispielen und dem Ziel, zu verstehen, warum die Lehrmaterialien heute so sind, wie sie sind, und was damit eigentlich bezweckt wird, bzw. was damit konkret erreicht wird und was nicht. Verbindungen zu den jeweils zugrunde liegenden Lerntheorien und ein Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Jahre werden aufgezeigt. Hauptziel des Seminars ist, das kritische Bewußtsein des eigenen didaktischen Handelns der Lehrer zu fördern.

43 Vom Aquarium ins offene Meer - Neue Perspektiven zur Lehrer-Lernerrolle.

Dr. Markus Weininger, UFSC Florianopolis
mjweininger@yahoo.de

Trotz aller methodischen Anstrengungen der letzten 20 Jahre wurden die Erfolgserlebnisse für Lernende und Lehrende im modernen FSU nicht wirklich greifbarer. Lehrer und Lerner werden durch das moderne Lehrmaterial entmündigt, wertvolle Unterrichtszeit wird für nicht wirklich produktive Aktivitäten verbraucht. In diesem Seminar geht es um eine kritische Analyse des "kommunikativen" Ansatzes, mit praktischen Vorschlägen dessen vielfältige inhärente Begrenzungen durch ein grundlegendes Umdenken bezüglich der Lehrer-/Lernerrolle zu überwinden.

44 Fremdprachenlernen in der Vernetzung globaler Medien

Dr. Markus Weininger, UFSC Florianopolis
mjweininger@yahoo.de

Mehr und mehr hält das Internet Einzug in den FSU, als Materialquelle, als Übungsraum, als Motivationshilfe. Die tiefgreifende Umwälzung in der menschlichen Kommunikation durch dieses neue Kommunikationsmittel, die mit der Erfindung der Druckerpresse verglichen werden kann, wird dadurch allerdings nicht berücksichtigt. Vernetzte Kommunikation wird in Zukunft nicht nur ein Hilfsmittel des FSU, sondern auch die Zielnorm einer immer größeren Zahl von Lernern. Neue kommunikative Kompetenzen ("new literacies") zeichnen sich ab, die von keinem Lehrwerk erkannt, benannt oder abgedeckt werden Computerarbeitsplätze mit Internetverbindung nötig)

45 Prüfen im DaF-Unterricht

Dr. Markus Weininger, UFSC Florianopolis
mjweininger@yahoo.de

Warum prüfen wir eigentlich was und wie? Im Seminar werden Lernerfolgskontrollen in den 4 Fertigkeiten analysiert und in Frage gestellt. Indirekt kommt dabei auch das Thema Übungstypologie zur Sprache. D.h., viele unserer "Übungen" sind eigentlich Tests, und viele Tests prüfen etwas ganz anderes als man gemeinhin annimmt. Neben einer erhöhten Sensibilisierung für diese Problematik ist das Ziel, Vorschläge zu neuen Lernzielkontrollen zu diskutieren und konkrete Beispiele auszuarbeiten.

46 Yoga im DaF-Unterricht

Dr. Markus Weininger, UFSC Florianopolis
mjweininger@yahoo.de

In diesem Seminar geht es um den Einsatz von Yoga-Techniken zur Steigerung der Effizienz des Lernens. Das umfasst verschiedene psycho-physische Aspekte, Konzentrationsübungen, Atemübungen, Stressabbau und Erarbeitung eines positiveren Verhältnisses zum gesamten Lehr-/Lernprozess. Diese Übungen können als kurze Phasen (3-5 min) in normalen Unterrichtsstunden eingesetzt werden. S. a. www.ced.ufsc.br/yoga

47 Linguistische Grundlagen für den DaF-Unterricht
Von sich bewegenden Verben und ungeerhörten Spuren

Dr. Göz Kaufmann, Uni Sao Paulo
DAAD-Lektor in Sao Paulo, vorher DAAD-Lektor in Porto Alegre
goez.kaufmann@germanistik.uni-freiburg.de

In dieser Lehrerfortbildung geht es darum, wichtige Bereiche des DaF-Unterrichts (Aussprache, Satzstellung, Flektion) vor dem Hintergrund der Erkenntnisse der modernen Linguistik zu analysieren. Durch die Bewusstmachung der linguistischen Prozesse, die in diesen Bereichen beim Muttersprachler ablaufen und die bei Sprachlernern häufig zu Fehlern führen, können Lehrende die Probleme der Lernenden zum einen besser verstehen, zum anderen können sie auch nach neuen Übungsformen suchen, um die Zahl solcher Fehler zu reduzieren. Auf adäquatem Niveau kann man besonders bei erwachsenen Lernenden auch einmal eine kleine kontrastive linguistische Analyse im Unterricht vornehmen, um bei Ihnen ein Bewusstsein für die Fehlerproblematik aus linguistischer Sicht zu schaffen! Je nach dem zeitlichen Rahmen und dem Interesse der Teilnehmer kann der workshop sich auf die Aussprache (Akzent als unbewusste Übertragung phonotaktischer Regeln der Muttersprache), auf Probleme der Morphologie (kognitive Komplexität des standarddeutschen Systems bei Adjektivendungen, Pluralendungen, starken/schwachen Verben etc.) und auf die Wortstellung beziehen. Die Wortstellung stellt dabei das zentrale Thema dar. In diesem Bereich geht es besonders darum, die Regularitäten der Verbstellung des Deutschen (V1, V2, Vend-Stellung, Verbklammer) und die hohe Komplexität der Stellungsmöglichkeiten im topologischen Mittelfeld (also Fragen der Abfolge von Objekten, Adverbien, Präpositionalphrasen und der Negation) zu verstehen. Hierzu wird auch auf zielgruppenadäquatem Niveau auf das Instrumentarium und die Erkenntnisse der Generativen Syntax zurückgegriffen.

48 „Saacht emol: Redt Ihr immer so gschwolle?“
Vom Hoch-deutschen und von Landschaf-ten, “wo die Prinzen falsches Deutsch reden

Dr. Göz Kaufmann, Uni Sao Paulo
DAAD-Lektor in Sao Paulo, vorher DAAD-Lektor in Porto Alegre
goez.kaufmann@germanistik.uni-freiburg.de

Immer wieder versuchen DaF-Lehrwerke sich der Realität der deutschsprachigen Länder auch dadurch anzunähern, dass sie die den Lerner dort erwartende große sprachliche Variation thematisieren. Manchmal geht es dabei um eher informelle Register (Jugendsprache, Sprache unter Freunden etc.), doch hauptsächlich werden die regionalen Varietäten des Deutschen, also die Dialekte, vorgestellt. Da sich der DaF-Unterricht aber verständlicherweise auf die Vermittlung des Standarddeutschen (Hochdeutschen, Schriftdeutschen) konzentrieren muss, bleibt diese Konfrontation mit den deutschen Dialekten gezwungenermaßen oberflächlich. Zumeist werden lexikalische Unterschiede exemplarisch angesprochen und ab und zu gibt es Beispiele einer gemäßigten dialektalen Aussprache. Die notwendige Reduktion dieser komplexen Thematik stellt für den Lerner kein Problem dar. Der DaF-Lehrer bzw. die DaF-Lehrerin sollte sich allerdings mit dem Phänomen der Dialekte intensiver beschäftigen, da diese einfach einen wichtigen Teil der deutschen, österreichischen und Schweizer Sprachrealität darstellen. Daher werden in diesem workshop folgende Themen besprochen:
- Was macht einen Dialekt aus?
- Woher kommt das Standarddeutsche und wann/wie entstand es?
- Wie ist die Stellung der Dialekte in Deutschland heute und wie werden sie bewertet?
- Welchen Stellenwert und Umfang haben Dialekte in meinem DaF-Unterricht bzw. könnten sie künftig haben?
Wir werden also zum einen ganz konkret einige dialektale Textbeispiele im Hinblick auf Aussprache, Morphologie, Syntax und Lexik analysieren, dann aber auch über die Varietätenarchitektur der deutschen Sprache, also das Zusammenspiel von Dialekten, Soziolekten und Standarddeutsch sprechen. Als Quellen wollen wir dabei Thomas Manns Roman Die Buddenbrooks, einige dialektale Ausgaben des Asterix, Sprachbeispiele der PHONAI-Reihe des Instituts für Deutsche Sprache und eine neue Publikation der Deutschen Welle verwenden.

49 Interkulturelles Training für DaF-LehrerInnen
- neue Kompe-tenzen für neue Anforderungen

Susanne Umnirski-Gattaz, Goethe Institut/SP
GI-DL-Diplom, DLA-Dozentin, Interkulturelle Trainerin (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
goez.kaufmann@germanistik.uni-freiburg.de

“Sprache kommt selten allein” eine treffende Feststellung aus der meistbesuchtesten Sektion der diesjährigen IDT: Landeskunde und interkulturelle Kommunkation. Das steigende Interesse an interkulturellen Fragestellungen ist symtomatisch in dieser Zeit der weltweiten Migrationen, virtuellen Stelldicheins und multikulturellen Teambuildings. Das bedeutet das für uns DaF-LehrerInnen? Wenn, wie oben zitiert, bei Sprachhandlungen weit mehr passiert als nur Informationstransfer, dann reichen Sprachkenntnisse allein nicht aus, um unsere LernerInnen auf die Anforderungen globalisierter Kommunikationsprozesse vorzubereiten. Sie und wir brauchen interkulturelle Kompetenz. Das Seminar möchte zuerst einmal einen Überblick darüber geben, was denn eigentlich unter Kulturstandards und interkultureller Kompetenz zu verstehen ist und aus welchen Elementen sie sich zusammensetzen. Der praktische Teil stellt dann Übungsformen vor, die Lernsituationen schaffen, an denen Lehrer- und LernerInnen diese Kompetenzen trainieren können. Zielgruppe dieses Seminars sind KollegInnen, die in der Erwachsenenbildung tätig sind.

50 Fehlerkorrektur in der Mittel- und Oberstufe

Elke Kurmeier , Goethe Institut/SP
DLA-Dozentinnen
kurmeier@saopaulo.goethe.org

Fehlerkorrektur ist und bleibt die Achillesferse der meisten Fremdsprachenlehrerden, obwohl Fehler eine hervorragende Gelegenheit bieten, konkret und direkt auf die Lernbedürfnisse der Lernenden zu reagieren. Da sich in der Mittel- und Oberstufe die Fehlerkorrektur gegenüber der Grundstufe in einer anderen Form darstellt, soll dieses Seminar angeboten werden: im Mittelpunkt der sprachlichen Arbeit in der Mittel- und Oberstufe stehen Textsorten mit Textaufbau, Verweisstrukturen, Argumentationstechniken und der Satzbau. Unter diesem Aspekt ist auch die Fehlerkorrektur in der Mittel- und Oberstufe zu sehen. Fehler sind nicht mehr nur Verstöße gegen grammatikalische Regeln, sondern falsche Anwendungen von grammatikalischen Formen, also Funktionsfehler, und müssen als solche korrigiert werden. Das setzt beim Lehrer Einsicht in die Funktion der sprachlichen Formen voraus, damit er solche Fehler sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich angemessen korrigieren kann. Das Seminar soll anhand von Beispielen, erstens die Art der Fehler und wie diese beurteilt werden müssen und zweitens wie man sie gemäß korrigieren kann, aufzeigen.

51 „Heute schon was inseniert?“
Szenisches Lernen im DaF-Unterricht

Sandra Pili , Col. Porto Seguro I, Sao Paulo
DLA-Dozentin, DLA, Referendariat, DaF-Koordinatorin
pilibohlsen@uol.com.br

Lernprozesse sind eng mit Erlebnissen verknüpft und Erlebnisse entstehen in oder als Reaktion auf Szenen, in die wir ganzheitlich eingebunden sind. Gerade das szenische Spielen ermöglicht dem Lerner, die Sprache zu erleben und so die kognitiv zu erlernenden Strukturen einer Fremdsprache zu verarbeiten. Was ist aber unter Theater im Unterricht zu verstehen? Wie und für welche Zielgruppen können theatralische Kurzformen in den konventionellen Unterricht eingebunden werden? Welche Ziele verfolgen wir beim Einsatz von dramatischen Kurzformen? In welcher Unterrichtsphase kann Theater sinnvoll eingebracht werden? Wonach wählt man die Situationsanlässe aus? Welche Rolle spielt der Lehrer/die Lehrerin dabei? In diesem Seminar wollen wir nach einer theoretischen Einführung auch anhand von vielen praktischen Aufgaben und zielgruppengerechte Didaktisierungsvorschlägen gemeinsam diesen Fragen nachgehen.

52 Grammatikver-mittlung anhand von Lernsta-tionen: Eine kommunika-tive Übungstypo-logie zur Überwindung bestimmter Lernstoffschwie-rigkeiten

Sandra Pili , Col. Porto Seguro I, Sao Paulo
DLA-Dozentin, DLA, Referendariat, DaF-Koordinatorin
pilibohlsen@uol.com.br

Traditionelle Grammatikübungen bewähren sich meistens nicht so gut, wenn es um die Frage geht, bestimmte Schwächen in Bezug auf Grammatik erfolgreich zu bewältigen. Oft versucht der Lehrer, kommunikative Übungen einzusetzen, die dazu dienen, grammatische Schwierigkeiten zu überwinden. Sobald aber der Lerner mit einer anderen (authentischen) Situation konfrontiert wird, benutzt er die eingeübte Struktur nicht. Daher erweist sich die Anwendung einer alternativen Strategie als geeignet, eine Struktur auf kommunikative, einprägsame und interessante Weise darzustellen: die Arbeit mit Lernstationen. Dieses methodische Prinzip lässt sich in alle Stufen einsetzen und dient hervorragend zur Förderung der Lernautonomie, der Dynamik im Klassenraum sowie einer Veränderung des Sozialverhaltens unter den Lernern. Das Lernen anhand von Lernstationen ermöglicht das kreative Umgehen mit der Fremdsprache und bietet u.a. folgende Vorteile:
 Berücksichtigung der unterschiedlichen Lerntempos
 Selbstständiges Lernen durch Selbstkontrolle und freie Wahl der Reihenfolge
 Aktivierung der verschiedenen Lernkanäle  Vielseitigkeit der Aufgaben an den Stationen
 Bewegung im Unterricht
 Binnendifferenzierung
 Einbeziehung aller Teilnehmer ins Unterrichtsgeschehen
 Lehrperson als Beobachter und Helfer
Ziel des Seminars ist es also, den Begriff „Lernstationen“ zu erläutern und die Umsetzung dieser lernzentrierten Unterrichtsform in die Unterrichtspraxis zu fördern.

53 Sprachmittlung und der DaF-Unterricht nach GER: Die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit als legitimes Instrument in der interkulturellen Fremdsprachendidaktik

Geraldo de Carvalho, Werther Institut Juiz de Fora, MG Brasilien
geraldo.carvalho@werther.com.br

Nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen spielt Sprachmittlung (insbesondere Übersetzen und Dolmetschen) als vierte kommunikative Sprachaktivität neben Produktion, Rezeption und Interaktion eine bedeutsame Rolle bei der interkulturellen Fremdsprachendidaktik. Die mündlichen bzw. schriftlichen Aktivitäten der Sprachmittlung ermöglichen die Verständigung zwischen Menschen, die aus irgendwelchen Gründen nicht direkt miteinander kommunizieren können, und erfüllen eine wichtige Funktion im alltäglichen Sprachgebrauch unserer Gesellschaften. Ziel des Seminars ist es, von Beispielen aus „Profile deutsch“ ausgehend die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit im Unterrichtsgeschehen sowie deren (positiven) Einfluss auf den Lernprozess darzustellen. Anhand von konkreten, interaktiven Beispielen aus der Unterrichtspraxis wird gezeigt, wie u.a. grammatische Schwierigkeiten und Wortschatzprobleme überbrückt werden können, indem das Übersetzen als Teilfertigkeit eingesetzt wird, ohne dass der kommunikativ-interkulturelle Ansatz beiseite gelegt wird. Darüber hinaus werden am Beispiel von Optimal und studio D einige Übungen zum Thema Sprachmittlung veranschaulicht, die die Teilnehmer dazu anregen sollen, ihre eigenen Varianten zu entwerfen und sie konsequent in ihre Unterrichtspraxis einzusetzen..

54 Baba, Backerbsen und Badewaschel Verstehen Sie Österreichisch?

Dr. Katharina Deman, Goethe Institut/Montevideo
katharina.deman@gmx.at

In diesem Seminar werden DeutschlehrerInnen eingeladen, vermehrt auch österreichische Landeskunde in ihren DaF-Unterricht aufzunehmen. Abgesehen von allgemeinen demographischen Fakten und Zahlen werden interessante Ein- und Seitenblicke in die Geschichte und Kultur des Landes gegeben sowie die Lebensart und Mentalität der ÖsterreicherInnen näher betrachtet. Schwerpunkte sind dabei das in Österreich (etwas anders) gesprochene Deutsch und die neuere österreichische Literatur (u.a. Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek). Der Großteil der Inhalte wird anhand von aktuellen DaF-Materialien in Lernstationen erprobt.

55 Moderne Präsentationsformen
Einsatz von Powerpoint im und für den DaF-Unterricht

Sabine Harwardt, Goethe Institut/SP
Praktikantin in der BKD-GI SP Lateindozentin Uni Trier
sabine.harwardt@gmx.de

SLucia Alt, Goethe Institut/SP
DaF-Studium. Referendariat, BKD-Koordinatorin, DLA-Dozentin, GI SP
alt@saopaulo.goethe.org

Heute ist die professionelle Darstellung von Forschungs- und Rechercheergebnissen, Produkt- und Betriebsbeschreibungen oder Lebensläufen in jeder Phase des Berufslebens selbstverständlich und daher auch für Sie als DaF-Lehrer und Ihre Kursteilnehmer und Schüler immer wichtiger. Als Standard für Präsentationen hat sich das Programm PowerPoint durchgesetzt. In diesem Workshop zeigen wir Beispiele für den Einsatz des Programms Powerpoint im DaF-Unterricht, für Vorstellungen bei Elternabenden und Werbungsveranstaltungen für Deutsch oder bei Vorträgen im Allgemeinen. Zunächst wird Powerpoint vorgestellt: eine kurze Einführung in die Anwendung des Programms gibt einen ersten Überblick über dessen Einsatzmöglichkeiten. Gemeinsam erarbeiten wir die Methodik von Aufbau, Visualisierung und Vortrag im jeweiligen Kontext. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Themen für eine Unterrichtseinheit in der Schule, einen Vortrag oder einen Elternabend aufzubereiten mit konkreter Hilfestellung und Rückmeldung durch die Referentinnen. Bitte bringen Sie Ihre Materialien oder Konzeptentwürfe zum Workshop mit, damit Sie lernen, diese gleich in ansprechender Form präsentieren zu können.

56 Grundlagenseminar „Leichter Lernen“

Sabine Harwardt, Goethe Institut/SP
Praktikantin in der BKD-GI SP Lateindozentin Uni Trier
sabine.harwardt@gmx.de


Heute ist die professionelle Darstellung von Forschungs- und Rechercheergebnissen, Produkt- und Betriebsbeschreibungen oder Lebensläufen in jeder Phase des Berufslebens selbstverständlich und daher auch für Sie als DaF-Lehrer und Ihre Kursteilnehmer und Schüler immer wichtiger. Als Standard für Präsentationen hat sich das Programm PowerPoint durchgesetzt. In diesem Workshop zeigen wir Beispiele für den Einsatz des Programms Powerpoint im DaF-Unterricht, für Vorstellungen bei Elternabenden und Werbungsveranstaltungen für Deutsch oder bei Vorträgen im Allgemeinen. Zunächst wird Powerpoint vorgestellt: eine kurze Einführung in die Anwendung des Programms gibt einen ersten Überblick über dessen Einsatzmöglichkeiten. Gemeinsam erarbeiten wir die Methodik von Aufbau, Visualisierung und Vortrag im jeweiligen Kontext. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Themen für eine Unterrichtseinheit in der Schule, einen Vortrag oder einen Elternabend aufzubereiten mit konkreter Hilfestellung und Rückmeldung durch die Referentinnen. Bitte bringen Sie Ihre Materialien oder Konzeptentwürfe zum Workshop mit, damit Sie lernen, diese gleich in ansprechender Form präsentieren zu können.

57 „ Methoden-vielfalt im Unterricht“ Langeweile, ade!
Dynamische, kreative und kommunikative Unterrichtsformen. So macht Unter-richt Spaß und bringt Freude !!

Sabine Harwardt, Goethe Institut/SP
Praktikantin in der BKD-GI SP Lateindozentin Uni Trier
sabine.harwardt@gmx.de


Neue Kennlernspiele - Vielfältige Formen der Wortschatzarbeit – 1000 x Gruppenarbeit – handlungsorientierte Formen von Sprechübungen – Grammatik mit Phantasie – Klassenspaziergänge und andere Formen, Lernen mit Bewegung zu verknüpfen – Kunstbilder im Unterricht Ein an der Unterrichtspraxis orientiertes Seminar , da man alle Übungen sofort im Unterrichteinsetzen kann. Die Methoden stellen ein Instrumentarium dar, das sich selbstverständlich im Unterricht in anderen Niveaustufen mit anderen Themen anwenden lässt. Die Übungsformen zeichnen sich durch einen lernerorientierten Ansatz aus, d.h. die Hauptakteure des Unterrichts sind die KTN, die miteinander agieren und üben und anhand von Lösungsvorschlägen sich selbst korrigieren, so dass sich keine Fehler einschleifen können.

58 Die Deutschen und das liebe Bier Landeskundliches Seminar

Sabine Harwardt, Goethe Institut/SP
Praktikantin in der BKD-GI SP Lateindozentin Uni Trier
sabine.harwardt@gmx.de


Bittet man in DaF-Anfängerklassen die Teilnehmenden, ihre Assoziationen zu Deutschland in Stich- und Schlagworten aufzuschreiben, kommen regelmäßig einige Nennungen wie „cerveja” oder „Bier”. Grund genug, sich als Deutschlehrer im ebenfalls bierfreundlichen Lateinamerika kundig zu machen, welches Getränk das eigentlich genau ist, und warum man es gerade mit den Deutschen verbindet. Während des Seminars können sich die Teilnehmenden mit dem Bier als Genussmittel, Kulturgut und Droge auseinandersetzen und dabei aktiv Vermittlungswege für den interkulturellen Unterricht erleben und diskutieren. Ziel ist es, auf einschlägige Schülerfragen kompetent zu reagieren und eine eigene Einheit zum Thema durchführen zu können.

59 „Kurz und Gut macht Schule“
Wie Kurzfilme im Klassenzimmer für Furore sorgen

Ana Letícia Ayroza, Goethe Institut/SP
DLA-Dozentin, GI-SP M.A. DaF (LMU-München)
ayroza@saopaulo.goethe.org


Sind Sie auch der Meinung, dass die Arbeit mit Filmen im Unterricht Spaß macht, motiviert und zum Austausch anregt? Wollen Sie neuere prämierte Kurzfilme aus Deutschland kennen lernen, mit Grundprinzipien der Arbeit mit Filmsequenzen vertraut werden und über mögliche Didaktisierungen nachdenken? Dann sind Sie hier richtig! Ironische, poetische, informative oder skurrile Kurzfilme bieten Ihnen ein reiches Material für den interkulturellen Landeskundeunterricht. S.a. www.goethe.de/filmschule

60 Landeskunde-arbeit im DaF-Unterricht anhand von Liedern

Ebal Bolacio, Goethe Institut/Rio Col. Corcovado, Rio
Dozent und Fortbilder am GI Rio
ebolacio1@terra.com.br

Baukurs und Col. Santo Inácio Rio
hkribeiro@hotmail.com


Lieder sind nicht nur authentisches Material, sondern sie enthalten oft auch aktuelle, ja teilweise brisante Themen, die unter den Begriff Landeskunde im weitesten Sinne fallen. In diesem Workshop werden wir einige Lieder unter die Lupe nehmen, die sich mit Themen wie Patriotismus/Nationalstolz, Politik und die Rolle/Stellung der Frau in der Gesellschaft beschäftigen. Das Ziel dieses Workshops wird sein, sich sowohl mit den Themen und den Liedern als auch mit ihrer Behandlung bzw. Umsetzung im DaF-Unterricht auseinanderzusetzen.

61 Im Banne der Geschichte: Die Deutschen und ihr Weltkrieg

Dr. Göz Kaufmann, Uni Sao Paulo
DAAD-Lektor in Sao Paulo
goez.kaufmann@germanistik.uni-freiburg.de


Ein typisches Verhalten vieler Deutscher ist darin zu sehen, daß sie sagen, sie seien beziehungsweise verhielten sich nicht typisch deutsch. Wir Deutsche tun uns eben immer noch mit dem Stolz auf unser Heimatland ein wenig schwer und sprechen bis heute lieber von einem deutschen Verfassungspatriotismus als von deutschen Landen und deutschen Eichen. Diese besondere Befindlichkeit, die natürlich mit den von Deutschen verursachten Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts zusammenhängt, führt bei Nicht-Deutschen immer wieder zu Verwirrung und Verständnislosigkeit, war es doch bis vor kurzem keine Seltenheit, wenn Deutsche bei Fußballnationalspielen gegen ihr Land waren. Mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 scheinen sich nun aber gewisse Veränderungen abzuzeichnen. Man zeigt wieder Flagge! Daneben sind seit einigen Jahren Themen wie die Vertreibung von Millionen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und die Bombenangriffe auf deutsche Städte am Ende des Zweiten Weltkriegs kein Tabu mehr. Dies könnte ebenfalls als Zeichen dafür gewertet werden, daß die zeitliche Distanz zum Dritten Reich inzwischen groß genug ist, um solche Themen zumindest literarisch und wissenschaftlich zu bearbeiten. Schließlich sagte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 1998, daß Europa sich nicht mehr vor den Deutschen fürchten müsse, da wir nun über das „Selbstbewußtsein einer erwachsenen [sprich verantwortungsbewußten] Nation” verfügten. Dieses landeskundliche Seminar versucht, den Teilnehmern, die über gute bis sehr gute Deutschkenntnisse verfügen sollten, das deutsche Nachkriegsverhalten verständlich zu machen. Hierzu wurden Interviews mit einer Zeitzeugin und jungen Deutschen geführt, es wird – auch anhand von Filmszenen – auf die Knackpunkte der deutschen Nachkriegsgeschichte eingegangen (Nürnberger Prozeß, Auschwitzprozeß, RAF-Terrorismus, Historikerstreit, Goldhagen-These, Walserrede) und wichtige Schriften werden auszugsweise analysiert (Mitscherlich & Mitscherlichs Die Unfähigkeit zu trauern, Walsers Essay Unser Auschwitz). Inwieweit in den letzten Jahren wirklich eine Änderung im gebrochenen Verhältnis der Deutschen zu ihrem Vaterland eingetreten ist, soll dann im Seminar diskutiert werden. Auch hierzu beschäftigen wir uns mit Geschriebenem, mit der Rede Walsers anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, mit Friedrichs Buch Der Brand und Grass’ Novelle Im Krebsgang.

Bemerkung: GI-DL-Diplom = Deutschlehrerdiplom des Goethe-Instituts, die meisten haben den 1. Teil (Theorie Methodik-Didaktik DAF, Unterrichtspraxis) am GI Sao Paulo, den 2.Teil (Landeskunde) am GI in München absolviert. Referendariat = 2 Jahre Lehrerausbildung in Sao Paulo für den Unterricht an deutschen Schulen in Brasilien


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